«ALPENPANORAMEN – Höhepunkte der Schweizer Fotografie»

Blick ins Bernina-Massiv, Anonym, o.J.
Blick ins Bernina-Massiv, Anonym, o.J.

Mischabelhütte, Saas Fee; Emanuel Gyger, um 1910
Mischabelhütte, Saas Fee; Emanuel Gyger, um 1910

Märjelensee am Aletschgletscher; Emil Ganz, um 1920
Märjelensee am Aletschgletscher; Emil Ganz, um 1920

Weissmies, Saas Fee; Emanuel Gyger, um 1910
Weissmies, Saas Fee; Emanuel Gyger, um 1910

Die Alpen gehören zu den zentralen Bildmotiven der Schweiz und bilden seit Ende des 19. Jahrhunderts ein ikonografisches Leitthema der Panoramafotografie. Einzigartige Bilddokumente aus den Sammlungen des Schweizerischen Landesmuseums und aus privaten Archiven ziehen den Betrachter in ihren Bann. Die Ausstellung dokumentiert die grossen Innovationsschübe in der Schweizer Panoramafotografie um Adolphe Braun, Emil Ganz und Emil Schulthess bis hin zur digitalen Revolution.

Schritt um Schritt erweiterten die Fotografen den Panoramablick: Immer mehr der imposanten Bergketten der Schweizer Alpen konnten dank neuen technischen Verfahren fotografisch erfasst werden. Zur technischen Spitzenleistung zählen die 360° Rundumsichten.

Höhepunkt der Ausstellung ist eine begehbare Panorama-Rotunde, in der Panoramabilder von den höchsten Schweizer Gipfeln zu messerscharfen, nahtlosen Rundumsichten projiziert werden.

Die digitale Technik macht es möglich: Der Besucher fliegt von Bergspitze zu Bergspitze. Auf einer Aussichtsplattform der Rotunde stehen Feldstecher zur Verfügung, die die Illusion perfekt machen. Was wie ein Fernglas wirkt, ist ein Sensor, der jede Kopfbewegung registriert und den entsprechenden Fokus ins Blickfeld rückt.

Die im Stitchingverfahren zusammengefügten Bilder stammen vom Fotografen und Alpinisten Matthias Taugwalder. Er besteigt die Gipfel wie einst sein Ur-Ur-Grossvater Peter Taugwalder, der das Drama der Erstbesteigung des Matterhorns mit Edward Whymper überlebte.

Die alpine Augenweide überrascht die Besucherinnen und Besucher mit einem ungeahnten, panoramischen Seherlebnis.